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Ist das Jazz? Blues? Soul? Auf jeden Fall ist seine Musik die, die er selbst gerne morgens um zwei am Tresen seiner Lieblingsbar hören möchte. Deshalb verortet der Kölner Saxophonist Bernd Delbrügge sie auch »irgendwo zwischen Duke Ellington, Tom Waits und Clärchens Ballhaus«.

Digital war gestern! »Analogue Souls« – das Debütalbum der Delbruegge Band – wurde ausschließlich auf analogem Weg mit Oldschool-Klangerzeugern aufgenommen. Zum Einsatz kamen u.a. ein originales Wurlitzer-Piano, die legendäre Hammond-B3-Orgel und ein akustischer Konzertflügel. Delbrügges Telefunken-Aufnahmemikrofon stammt aus dem Jahr 1963, Ringo Starr hat ein baugleiches Exemplar schon bei den Beatles benutzt.

Bernd Delbrügge und seine Bandkollegen Gert Kapo (keys), Gero Gellert (bass) und Dirk Ferdinand (drums) verstehen sich prächtig auf das Anrichten von Grooves und kochen auch solistisch nicht auf kleiner Flamme. Für die vier Musiker gibt es keine musikalischen Grenzen: »il mio Topolino« könnte aus einem Fellini Film stammen, »fünf gerade sein lassen« erklingt in einem zappaesken 5/4-Takt, und zu »drunken man´s Boogaloo« nehmen wir den letzten Absacker an der Bar. Die Band spielte das Album live mit einer AEG 2-Zoll 24-Spur-Bandmaschine aus den 70ern ein. Die Rückbesinnung auf ein solches »retro« Aufnahmeverfahren liefert die klangliche Wärme und Komplexität, die ihrer Musik gerecht wird. Für Delbrügge ein Grund mehr, »Analogue Souls« adäquat als 180g Vinylpressung herauszubringen. Das Album erscheint am 29. April 2022 auf Westpark Music.